Mittwoch, Mai 16, 2007

Schlüpfrige Cerealien

Wo uns nun die Bundesregierung allen physisch auf den (umfangreichen) Leib rückt, um von den wirklichen politischen und sozialen Problemen und wo ich fast zu FDP-Positionen neige, möchte ich den geneigten Leser/innen eine hübsche Beobachtung nicht vorenthalten, die mein Freund Thomas in dem seltsamerweise seit kurzem zum Vorzeigeland in Sachen Ernährung avancierten England gemacht hat.


Foto: Thomas Althaus
Dort teilt man die Müslis in "Adult Cereals" ("Erwachsenenmüsli"), "Cereals" ("Müsli") und "Healthier Cereals" ("Gesünderes Müsli"). Letzteres vielleicht, um dem neuen Ruf gerecht zu werden?

Und auch der Name "Adult Cereals" hat mich zum Stutzen gebracht. Denn "Adult Movies" ("Erwachsenenfilme") ist im Englischen keineswegs die Bezeichnung für geistig anspruchsvolle Filme für das reifere Klientel, sondern schlichtweg für Pornos. Also so kleine Nüdelchen in Penisform haben ja meine schwulen Kollegen hier schon mal angeschleppt und gekichert wie die 13jährigen. Geht sowas auch mit Müsli? Vielleicht kleine Schokoteilchen als "Afro-Dick" oder so? Wenn es sowas noch nicht gibt, möglicherweise eine Marktlücke.

Um vom schlüpfrigen Thema wegzukommen, fällt mir noch was zur Kampagne der Bundesregierung ein: Interessanterweise läßt die eine ernährungsgestörte Gruppe fast im wahrsten Sinne des Wortes unter den Tisch fallen: die Magersüchtigen. Und dieser Blogger hatte eine passende Idee zur Kampagne: Der Tag des unförmigen Mitbürgers. Immer gegen die Fetten! Ein schöner Text zu dem Thema hier.

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Mittwoch, April 18, 2007

Der Mann, der im Kochtopf singt

Mit Blutbädern machen sich heute eher Extremisten in Bagdad einen Namen und südkoreanische Studenten übernehmen den Job in Al Capones Heimat. Und in Sizilien ist es vergleichsweise ruhig. Da muß sich der Mafioso von heute ein anderes Terrain erobern. Als moderner westlicher Mann wird auch der Gangster von heute häuslich. Nicht nur das, erläßt sich sogar in einen siedenden Kochtopf werfen und schmettert dabei Arien.

Der besagte Bursche nennt sich Al Dente und ist auch für den Durchschnittsitaliener recht klein geraten - nur so handlang. Aber er kann einer so gänzlich unhäuslichen modernen Frauen wie mir eine echte Hilfe sein. Denn meistens gucke ich nicht mal auf die Uhr beim Nudeln kochen (geschweige denn, dass ich wüßte, wie lange die Biester genau brauchen), sondern verlasse mich auf mein Gefühl. Oft genug stimmt das leider nicht und es gab auch schon Beschwerden.

Mit Al Dente wäre das nicht passiert, denn der gibt nach einiger Zeit Laut: sind die Bandnudeln nach 7 Minuten durch, hört man den "Triumphmarsch" aus "Aida" aus dem Kochtopf schallen, nach 9 Minuten wird's Zeit für die Spaghetti - dann erklingt der "Gefangenenchor" aus "Nabucco". Wenn es die Röhrennudeln nach 12 Minuten geschafft haben hat Küchenchef Al Dente "La Donna è Mobile" aus "Rigoletto" auf Lager.

Und Küchenchef sage ich ganz ernsthaft. Schließlich ist der Mann von heute auch nicht so anders als der von gestern und braucht seine Ego-Streicheleinheiten und das Gefühl, als einziger alles im Griff zu haben. Was in dem Fall sogar stimmt. Nur ein Problem gibt's mit dem Kerlchen: So richtig lecker schaut er nicht aus.

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Freitag, Februar 16, 2007

Schon gegessen?

Dann lieber das Eimerchen daneben stellen - nichts für weicheiige Supermarkteinkäufer...Und noch mehr Fotos vom Brixton Market hier.

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